Neulich habe ich mir eine neue Kamera gekauft. Eine kleine zum immer mit rumtragen. Und ich bin begeistert. Vor allem von den quadratischen Pseudo-Mittelformat-Bildern.
handwerk
Ist es eine Geisterbahn? Oder ein Gruselkabinett?
Nein, dieses liebevoll gestaltete Schaufenster eines Nagelstudios ist Chris aufgefallen, als wir neulich durch das Münchener Univiertel gelaufen sind. Leider hatte ich nur die Kamera meines Telefons dabei. Aber bekommt man bei so viel Gestaltungsfreude nicht Lust, sich die Nägel machen zu lassen…
vierundzwanzig: frohes fest
Um die Weihnachtszeit wird auch in China die passende Deko rausgehängt. Weihnachtsmänner, beschneite Tannen und blinkende Lichter jeder Art. Aber anders als daheim bleibt sie dann auch mal ein halbes Jahr hängen und auch im Sommer bekommt man beim Einkaufen oft Easy-Listening-Versionen von „Jingle Bells“ oder „Stille Nacht“ zu hören. Dieser Weihnachtswunsch stand im Februar nach dem Frühlingsfest in Tianjin rum.
In diesem Sinne allen ein schönes Weihnachtsfest mit vielen Geschenken, leckerem Essen, netten Freunden, einer friedlichen Familie und guten Getränken.
Frohes Fest!!!
dreiundzwanzig: licht
Im Sommer gab es im UCCA im 798 diese Lichtinstallation von Li Hui. Leider hatte ich nur mein Handy dabei, um sie zu fotografieren.
zweiundzwanzig: stauraum
Vor vielen Fenstern befinden sich Gitteranbauten. Diese eignen sich hervorragend als Lager für Sachen, die man im Moment nicht braucht oder für Lebensmittel.
einundzwanzig: landflucht
Meinen ersten Tag in Peking habe ich nicht in der Innenstadt, sondern in den Außenbezirken verbracht. Ein paar ausländische Kollegen wollten nach Cuandixia fahren, ein Dorf im äußersten Westen des Stadtgebiets. Und da ich schon ziemlich früh wach war, habe ich mich einfach drangehängt.
Mit einem Überlandbus sind wir mehr als zwei Stunden durch die malerischen Westberge gekurvt, bis wir in Cuandixia angekommen sind. Aber die lange Fahrt hat sich gelohnt. In einem schmalen Tal drängen sich alte Häuser, deren Wänden immer noch viele gut erhaltene alte politische Slogans und Wandgemälde mit Lebens-tips zieren. Man fühlt sich fast, wie auf einer Zeitreise.
zwanzig: eiszeit
Da es heute in München geschneit hat, hier ein Bild aus dem chinesischen Winter.
Im Dezember 2010 war ich auf Dienstreise in der Provinz Heilongjiang. Wir sind nach Beijicun gefahren, den nördlichsten Ort der Volksrepublik. Dort sollte das Dorf des Weihnachtsmannes eröffnet werden. Beijicun liegt direkt am Heilongjiang, dem Schwarze-Drachen-Fluss, der auf russisch Amur heißt. Während der Winter-monate ist es dort sibirisch– bei Temperaturen unter -40° frieren einem beim Einatmen die Nasenhaare ein. Und nach spätestens 20 Minuten spürt man seine Fingerkuppen nicht mehr. Und bei den Schneemassen dort hat der Räumdienst keine leichte Aufgabe.
neunzehn: bequeme bücher
Mitte April hatte im Ditan-Park der Pekinger Buchmarkt seine Zelte aufgeschlagen. Eine Woche lang konnte man sich dort durch eine Unzahl von Büchern wühlen und sie günstiger als im Laden erstehen. Leider war das Angebot größtenteils auf Chinesisch.
Aber Bücher kann man nicht nur lesen. Wenn man durch das Bummeln müde geworden ist, kann man sich auf ihnen auch gut ausruhen.

















